Materialien der Naturkunst

Die vorliegende "Materialsammlung" im Aufbau (!) soll als Anregung und Ausgangspunkt für eigene Arbeiten in der Natur dienen. Ich habe mir angewöhnt auf dem Weg durch ein Themengebiet Material und Wissen zusammen zu tragen - dieses Wissen möchte ich hier nach und nach teilen.

Gedanken zum Material

Ich empfehle nur Materialien zu verwenden, die aus der Natur kommen und dort auch wieder verbleiben können. Idealerweise findet Ihr das Material direkt vor Ort. Viele Künstler verwenden zusätzlich mitgebrachte Materialien, diese sollten dann aber umweltverträglich verrotten oder besser wieder mitgenommen werden.

Der Begriff "Nachhaltigkeit" spielt dabei eine wesentliche Rolle: Der Natur etwas nehmen und es ihr wieder geben. Gleichgewicht. Und Gott sei dank, ist Landart ja kein Trend ... ;o)


Material mit Bedacht verwenden

  • Es sollte nur soviel Material entnommen werden wie vor Ort auch wieder nachwachsen kann.
  • Es sollten keine Bäume verletzt oder beschädigt
  • oder Pflanzen- und Pflanzenteile im Übermaß abgeerntet werden.


Naturmaterial von A bis Z

Äste

Beeren

Dornen

Dornen und Nadeln eignen sich hervorragend zum vernähen und feststecken von kleinen und großen Kunstwerken.

Eis

Eis, Eiszapfen und Eisplatten sind im Winter wunderbar zu verarbeiten.

Gerade im Frühling oder Herbst wenn der erste Dauerfrost Seen und Teiche mit einer Eisschicht zugefrieren lässt lohnt es sich für den Landartkünstler loszuziehen.

Gerade in Verbindung mit Licht, z.B. der untergehenden Sonne, entfaltet Eis als Werkstoff seine ganz besondere Wirkung.

Gras und Gräser

Gras und Gräser gibt es das ganze Jahr über. In verschiedenen Formen und Farben. In frischem Grün oder schon vertrocknet. Zum Flechten und Vernähen.

Glockenblumen

Glockenblumen (Campanula) sind im Juni/Juli bevorzugt an Feldrändern oder an Waldwegen zu finden und lassen sich zu sehr poetisch anmutenden Kunstwerken gestalten.

Löwenzahn

Der Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) hat seine Hauptblütezeit von April bis Mai. In großen Mengen findet man ihn als Wildkraut auf Wiesen und Brachflächen.

Mohn

Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) ist von Mai bis Juli häufig in Getreidefeldern, auf Schutt oder an Wegen zu finden. Typischerweise verbreitet sich der Klatschmohn durch die Verunreinigung von Getreidesaatgut und lädt mit seinen kräftig roten Blüten zum Gestalten ein.

Nadeln

Besonders die langen Kiefernnadeln eignen sich hervorragend zum vernähen und feststecken von kleinen und großen Kunstwerken.

Schnee

Leider schneit es bei uns nur noch viel zu selten um die "weiße Pracht" in ausreichender Menge verarbeiten zu können.

Steine

Steine sind fast überall zu finden und lassen viel Raum zum spielen, stapeln und experimentieren.

Ton und Lehm

Mit Ton und Lehm lassen sich schöne Untergründe schaffen, die beim Fotografieren Kontraste geben. Ist der lehm noch feucht kann man auch gut damit kleben.

Vogelbeere

Die Vogelbeere oder Eberesche entwickelt ihre rot-orangefarbigen beerenartigen Früchte ab Mitte Juli. Der anspruchslose Baum ist häufig auf Brachflächen, Lichtungen, in Hecken oder an Waldrändern vor.

Ich mag die rote Beere besonders gerne, gerade weil Sie in Oberfranken recht häufig vorkommt und deshalb immer wieder in meinen Arbeiten auftaucht.

Wasser, Sand und Steine

Ideale Landart-Bedingungen sind am Meer, an Badeseen, Teichen oder in Steinbrüchen. Die Kombination von Steinen, Sand und Wasser bietet unendlichen Spielraum für neue Ideen.

Zapfen

Die Zapfen der Fichte haben mich schon öfter zu Kunstwerken inspiriert, aber vielleicht gibt es bei euch vor Ort ja noch andere Baumarten wie Tanne oder Kiefer.

Und noch mehr Ideen

Moos-Paste

Während ich noch experimentiere, machen das anna garforth mit den "mossenger"-Kunstwerken und Edina Tokodi schon sehr professionell ;o)

Rezept für schattige Orte: Je zwei Tassen Buttermilch und Bier, ein halber Teelöffel Zucker, eine Hand voll zerkrümeltem Moos.

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